04/05/2024 | Bussana Vecchia, Deutschland, Italien, Ligurien
Nach Sanremo besuchen wir Bussana Vecchia. Der Reiseführer riet uns dazu. Und er tat gut daran.
Die mittelalterliche Ortschaft wurde im Februar 1887 durch ein Erdbeben zerstört und von den überlebenden Einwohnern verlassen. Die ehemaligen Bewohner kümmerten sich nicht um den Wiederaufbau und so verfiel das Dorf immer mehr in seine Trümmer. Die Überlebenden bauten unterhalb des zerstörten Dorfes ein neues Bussana auf. Bussana Vecchia wurde zum Geisterort, bis in den 60er Jahren Künstler, Hippies und Aussteiger es für sich entdeckten. Zusammen mit dem Poeten Giovanni Fronte und dem Maler Vanni Giuffré gründete der Maler Clizia 1961 die Comunità Internazionale degli Artisti. Der Wiederaufbau des Dorfes begann damit und die Ansiedlung weiterer Künstler! Sie richteten in Eigenregie die Häuser liebevoll wieder her. Dabei verwendeten sie die originalen Steine welche sich in Trümmern wiederfinden ließen. Aus dem Geisterdorf wurde ein Künstlerdorf. Heute ist Bussana Vecchia ein märchenhafter Ort, der nur zum Teil wieder aufgebaut wurde.
01/05/2024 | Deutschland, Italien, Ligurien, Pietra Ligure
Na, das ist ja eine Begrüßung: fast zwei Tage Regen. Aber am zweiten nachmittags lies er nach und ergriffen die Chance um uns Pietra Ligure – sozusaen unseren Heimathafen – anzuschauen. Um den Regen zu überbrücken, gibt´s aber erst einmal ein paar Bilder von unserer Innenarchitektur.
25/03/2024 | Berlin
Das Kunsthaus Tacheles war ein Kunst- und Veranstaltungszentrum in der Oranienburger Straße im Berliner Ortsteil Mitte. Es nutzte zwischen 1990 und 2012 einen vor dem Abriss geretteten Gebäudeteil eines ehemaligen Kaufhauses. Das ehemalige Kunsthaus Tacheles wurde unter Erhalt der historischen Fassade umfangreich saniert. Unter anderen befindet sich nun das Contemporary Museum of Photography, Art & Culture, das Fotografiska dessen Haupthaus sich in Stockholm ausstellt.
Wir konnten auf drei Etagen fantastische Fotografien von Miles Aldridge, Omar Victor Diop und Shirin Neshat sehen.
Der legendäre britische Fotograf Miles Aldridge hat eine lange und schillernde Karriere hingelegt, in der er den gesellschaftlichen Konventionen den Schleier gelüftet hat. Mit seinem visuellen Stil voller leuchtender Farben, aufwändigem Bühnenbild und seinem typisch britischen Witz schlägt Aldridge die Brücke zwischen hoher Kunst und Popkultur. Jetzt wird seine von Nadine Barth kuratierte Retrospektive Virgin Mary. Supermärkte. Popcorn. Photographs 1999 to 2020 im Fotografiska Berlin gezeigt.
Der senegalesische Künstler Omar Victor Diop präsentiert drei unterschiedliche, aber miteinander verbundene emblematische Werkgruppen bei Fotografiska Berlin: Allegoria, Diaspora und Liberty.
Die dritte Etage beherbergte eine beklemmende Austellung von Bildern und eines Videos. The Fury, die neueste Ausstellung der renommierten iranischen Fotografin und Filmemacherin Shirin Neshat. Durch ihre Schwarz-Weiß-Fotografien und Videoarbeiten beleuchtet die Ausstellung die Lebensrealitäten von sexuell ausgebeuteten weiblichen politischen Gefangenen im Iran.